Konzept

Das Konzept von einfallsreich.tv-Kunst

Das Konzept 
Künstler machen Kunst. Manchmal reden sie auch darüber. Zum Beispiel mit einfallsreich.tv. Das Filmteam besucht sie meist zuhause, in ihren Ateliers. Eine Begegnung zwischen Menschen, bei der die Kamera mitläuft. Man spricht über die Kunst, die Arbeit, das Leben. Ein Frageraster gibt es nicht. Die Interviewer bleiben offen und spontan und geben damit dem Künstler den Freiraum für Offenheit und Spontaneität. Das Team ist klein, nur zwei Personen, die Ausrüstung ist unauffällig. Heraus kommen sehr persönliche und einfühlsame Einblicke auf Leben und Arbeit von Künstlern unserer Zeit. Die Beiträge folgen keinem vorgefertigten Drehbuch, sondern den Vorstellungen und Eingebungen der portraitierten und sich portraitierenden Künstler. Sie geben den Ton an. Denkpausen sind ausdrücklich erlaubt. 

Die Filme 
Aus dem in den Gesprächen gewonnenen Material entstehen in der Postproduktion Filme, deren Charakter vom Kurzinterview über Dokusoap bis hin zum Dokumentarfilm reichen. So entstehen äußerst individuelle und authentische Filmzeugnisse, die durch Ungezwungenheit und Witz, frei von jeder sakralen, auratischen Bewunderung der Kunst bzw. dem Künstler gegenüber sind. Sie zeigen, dass Künstler auch nur Künstler sind und schlagen die Brücke zu Leben und Denken des Betrachters. So sind in den letzten 3 Jahren über 90 Filme dieser Art entstanden. 

Das Medium 
So frei wie die Kunst ist auch das Internet, wo die Filme seit 2006 neben der hauseigenen Internetplattform einfallsreich.tv auch auf YouToube, Sevenload und iTunes kostenlos zu sehen sind. Sie wurden bis heute weit über 350.000 abgerufen und belegen von Anfang an in den iTunes-Charts in der Rubrik Kunst/Videopodcast die vordersten Plätze. 

Die Filmemacher und Produzenten 
Burkhard Rosskothen ist Designer, Fotograf und Filmer und suchte schon immer die Nähe zur Kunst im eigenen Schaffen, als auch in der Beschäftigung mit ihr. Der Interessensschwerpunkt liegt bei Joseph Beuys mit dem von ihm eingeführten „erweiterten Kunstbegriff“, welcher auch den Schwerpunkt der privaten Kunstsammlung Best-Rosskothen bildet. Seit 2007 wird Burkhard Rosskothen hauptsächlich von der Kunsthistorikerin Alexandra Koch in der Filmproduktion unterstützt. An Konzept, Kamera, Ton oder Musikproduktion wirkten bisher außerdem Hans Oczko (http://hansbaremusik.de), Werney Beyer (http://werney-beyer.eu), Michael Schiller, Roland Pöllinger und Andreas Nink mit. einfallsreich.tv ist ein Projekt der einfallsreich marketingkommunikation gmbh & co. kg. 

Bisher dabei 
Felix Droese, Ottmar Hörl, Jo Achermann, Saskia Niehaus, Jorinde Voigt, U We Claus, Waldo Bien, Monica Hansebakken, Beate Passow, Sebastion Meschenmoser, Anna Tretter, Florian Wüst, Christower Lewis, Nicole Ahland, Conny Theis, Horst Gläsken, Maik und Dirk Löbbert, Tatsu Nishi, Babek Saed, Esther Rutenfranz, Ruppe Kosseleck, Davide Cantoni, Heiner Blum, Jan Klare, Andreas M. Kaufmann, Harald Fuchs, Carsten Gliese, Stefan Sous, Jürgen Albrecht, Thomas Klegin, Paul Schwer, Helga Griffiths, Anja Jensen, Julia Scher, Matthias, Schamp, Rochus Schneider ... 

Einige Highlights

Das Ende des 20. Jahrhunderts: wie Beuys eine Waschmaschine finanzierte 
Was hat das „Ende des 20. Jahrhunderts“ mit Zahnschmerzen und einer Waschmaschine zu tun? Wichtige Protagonisten, die an der Umsetzung des monumentalen Werks von Joseph Beuys beteiligt waren, kommen zu Wort und klären die Zusammenhänge auf. Die Reise ging von Venedig nach Wiesbaden und über den Steinbruch in Frielendorf nach München, wo das Werk seit 2002 in der Pinakothek der Moderne zu sehen ist. 

Felix Droese: Arschlöcher ist überhaupt mein Lieblingswort 
Felix Droese nimmt kein Blatt vor den Mund, wenn er gereizt ist. Das erlebte einfallsreich.tv während des Drehs auf seinem doch so friedlich wirkenden Anwesenden im Neanderthal. Anlass ist hier das aktuelle Geschehen in der Kunstszene und das dazugehörige Kunstverständnis. Die Spitze ist die documenta XII und das zusammengestürzte Werk von Ai Wei Wei, was nach den Angaben des chinesischen Künstlers besser sei, als vorher. Felix Droese zeigt hier den Vogel und wird zum Bildzeitungsleser.


Thomas Klegin: mein Atelier ist mein Auto 
Als einfallsreich.tv Thomas Klegin in seiner Heimatstadt Schwerte traf, führte er das Team zuerst zu einem seiner dort dauerhaft installierten Kunstwerke. Das Gespräch ging um Kunst im öffentlichen Raum und die Verantwortung, die der Künstler dabei trägt. Doch Thomas Klegin war unruhig und fragte schließlich, ob Burkhard und Alexandra mit ihm ein Stück fahren würden, da er ihnen unbedingt etwas zeigen wollte. Überraschenderweise landeten sie bei einer Sonderverkaufsaktion für Schubkarren und verstanden nun, dass sein Atelier sein Auto ist. 

Mischa Kuball: die Musik hat es doch irgendwie einfacher 
Der Künstler Mischa Kuball gilt in der Kunstszene als „Mercedes-Verkäufer“. Dass sie es mit einem Profi zu tun hatten, merkten Burkhard und Alexandra schon daran, dass sie vom Assistenten an der Pforte abgeholt wurden und ihre vereinbarte Filmzeit noch schnell von 4 Stunden auf 1,5 Stunden gekürzt wurde. Trotzdem entstand ein durchaus persönliches Gespräch, indem der Lichtkünstler unter anderem seine Eifersucht gegenüber der Musik zugibt und darüber im Gespräch ins Nachdenken kommt.

Das Making-Off: Künstler sind auch nur Künstler 
Burkhard Rosskothen im Gespräch mit Wolfgang Döllerer.